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Island

 

 

Island  2012

Island-Reisen - wir reisen gerne mit:

 

Island von allen Seiten – ein Reisebericht                                                                                                                       

 

Der kleine Monitor vor uns zeigt eine Flughöhe von knapp 9000 Fuß an, zehn Minuten sind seit dem Start an Bord von Flug FL 520 von Keflavik nach Frankfurt vergangen. Beim Blick aus dem Kabinenfenster der Boeing 757 der Icelandair grüßt im frühen Morgenlicht ein letztes Mal der schwarze Strand bei Kap Dyrhólaey und wenig später sieht man links unten die weißglänzende Fläche des Vatnajokull.

Es ist seltsam still in der Maschine. Sollten wir nicht die einzigen sein, die in Gedanken wehmütig die vergangenen Wochen Revue passieren lassen?
Wie anders war die Stimmung vor drei Wochen als wir uns etwa an der gleichen Stelle befanden und erwartungsfroh den 22 Tagen einer Rundreise mit dem verheißungsvollen Titel „Alle Seiten Islands“ entgegenblickten. Zeitgleich mit uns flogen zur gleichen Zeit die anderen sechs Teilnehmer unserer Erlebnis- und Wanderrundreise – wie sie verlockend von Sven Köhne, Inhaber der auf Island spezialisierten Reiseagentur „contrastravel“ ausgeschrieben war – aus Berlin, Hamburg und München in Richtung der Insel im Nordpolarmeer.

Geothermalfeld SeltúnundAm Flughafen in Reykjavik erwartete uns ein drahtiger, braungebrannter junger Mann in einem Islandpullover, der sich als unser Tourguide Matthias vorstellte. Nach ersten beschnuppernden Gesprächen war man sofort per Du mit allen und die kleine Mannschaft von 9 Personen von 18 bis 64 Jahren wurde in „unserem“ hochlandtauglichen Allradbus zur ersten Übernachtung in Grindavik gefahren. Hatten wir nun einen ruhigen Abend erwartet, wurde diese Haltung sofort durch Matthias’ Vorschlag unterbrochen, der uns gleich nach dem Auspacken in das erste Geothermalfeld entführte.

So wurden wir gleich am ersten Abend von den abenteuerlichen Schwefelgerüchen, den bunten Erden und dem kräftigen Wind Islands empfangen. Und gleichzeitig war unser Rhythmus der nächsten drei Wochen vorgegeben: Keine Hektik, aber viel Aktivität und eine schier endlose Reihe von grandiosen Erlebnissen standen vor uns.
Wie in der Reisebeschreibung versprochen, lernten wir alle Seiten Islands (mit Ausnahme der Westfjorde) intensiv kennen und lieben. Neben den Highlights des Golden Circle – der ehemaligen Thing-Stätte Þingvellir im gleichnamigen Nationalpark, dem Geothermalgebiet Haukadalur mit dem Großen Geysir (Namensgeber aller Geysire), dem Geysir Strokkur, der zuverlässig ca. alle 10 Minuten ausbricht, der Thermalquelle Blesi und dem Wasserfall Gullfoss, dessen Name “goldner Wasserfall” den Begriff Goldener Zirkel geprägt hat – konnten wir unter der exzellenten Führung unseres Tourguides auch die abgelegenen Ecken der kontrastreichen Vulkaninsel gründlich erkunden. Ob im wilden, selten besuchten Osten oder im Banne bekannterer Naturschönheiten, stets fanden wir ruhige Wege für schöne Wanderungen und andere Aktivitäten. Der Zeitrahmen ließ Raum für spontane Unternehmungen, individuelle Angebote wie einer Walbeobachtung oder einer Gletscherwanderung auf dem Vatnajokull und zur Reflektion des Erlebten in vielen tiefen Gesprächen.

Neben den landschaftlichen Schönheiten Islands brachte allen Teilnehmern das Zusammensein mit den anderen Gruppenteilnehmern viele schöne menschliche ÞingvellirBegegnungen. Es gab buchstäblich keine Minute, in der eine schlechte Stimmung aufkam; jeder brachte sich mit seinen Lebenserfahrungen, Kenntnissen, Wissen und Fähigkeiten ein. So stehen wir nun alle immer noch in Kontakt zueinander und planen ein gemeinsames Nachtreffen, um die Überfülle des Erlebten noch einmal miteinander besprechen zu können und das eine oder andere der isländischen Gerichte, die wir dort miteinander kochten, nun auch am heimatlichen Herd ausprobieren zu können.

Auch drei Wochen nach unserem Abschied vom Land auf der kontrastreichen Insel im Nordpolarmeer kehren unsere Gedanken immer wieder zu den gewaltigen Wasserfällen, den brodelnden Geothermalfeldern, den bunten Bergen, der Weite, den riesigen Gletschern und dem stürmischen Wind zurück. Und das scheint uns das große Risiko an dieser Reise zu sein: Island macht süchtig!

 

 

 

 

 

 

   

 

 

  

 

 

 
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